Ihr fangt gerade an mit dem laufen oder seit schon länger dabei und es gibt noch viel Unwissenheit die euch beschäftigt? Keine Bange. In unserer Rubrik Lauf ABC versuchen wir euch über gewisse Dinge informativ zu erweitern. Wer fragen oder antworten zu speziellen Themen hat kann sich gerne hier äußern und seine Tipps/Erfahrungen mit einfließen lassen.
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Wer kennt das nicht? Gerade Laufanfänger sind sich sehr unsicher über die Fußhaltung beim laufen. Speziell das Aufkommen wollen wir in diesem Beitrag näher belichten. Hier wird nichts dem Zufall überlassen! Unterschieden wird hierbei in 3 Kategorien:
- Fersenlauf
- Mittelfußlauf
- Vorfußlauf
Die Mehrheit des läuferischen Volkes benutzt den sogenannten Fersenlauf. Der Fersenlauf wird auch Rückfußlauf genannt. Bei dieser Lauftechnik wird auf dem Fersenaußenrand aufgesetzt. Dann knickt der Fuß leicht nach innen. Liegt die ganze Sohle auf, wird über den Großzehballen nach vorne abgerollt. Dieser Laufstil wird für längere Strecken am häufigsten verwendet.
Dies hängt damit zusammen, dass er weniger anstrengend ist wie der Vorfußlauf. Allerdings wirkt die Landung durch den Aufprall über die Ferse härter und schneller auf die Gelenke. Dieses Manko versuchen die meisten Laufschuhe durch zusätzliche Dämpfung entgegenzuwirken. Wer sich einen Laufschuh mal etwas genauer betrachtet wird sofort erkennen wo die meisten Dämpfungselemente verbaut sind. Es gibt aber auch natürliche Dämpfungsmechanismen. Diese nehmen die Landekräfte in Form von der Einwärtsbewegung des Fußes (Pronation) und durch die Einsenkung des Fußgewölbes auf. Um erwiesenermaßen sanft und gelenkschonend zu laufen, raten Sportwissenschaftler möglichst leise zu laufen.
Der Fersenlauf ist im Gegensatz zum Vorfußlauf keine natürliche Lauftechnik des Menschen. Auch wurde noch nicht vollständig geklärt wie hoch die Belastung auf die Gelenke beim Fersenlauf Rückfußlauf sind.
Den Vorfußlauf (auch Ballenlauf genannt) verwenden wir beispielsweise immer dann, wenn wir Barfuss laufen.
Dieser Laufstil sieht folgendermaßen aus: Nach der Flugphase wird auf dem Großzehenballen gelandet. Über den drückt sich der Läufer nach einer kurzen Aufsetzbewegung des Mittelfußes bis zur Ferse wieder ab. Der Ballenlauf eignet sich für unwegsames Gelände und ermöglicht höhere Geschwindigkeiten. Allerdings ist er für Laufanfänger und für lange Strecken ungeeignet, da diese Technik die gesamte Fußmuskulatur wie Schienbein-, Wadenmuskulatur und Achillessehne stark belastet. Diese Belastungen äußern sich in vorzeitiger Ermüdung, Muskelverhärtung oder Muskelverkrampfung. Sprinter wenden hauptsächlich diesen Laufstil an, da unter anderem die Sprunggelenkfederung nicht so stark beansprucht wird. Auch leichtgewichtige Weltklasse Athleten verwenden bei längeren Strecken den Ballenlauf.
Bei dem meist bei Langstreckenläufern wie Marathonläufern angewandten Mittelfußlaufhandelt es sich um eine Art Kompromiss aus Vorfußlauf und Rückfußlauf, wobei versucht wird die Vorteile beider Laufstile zu übernehmen und die Gefahren beider Laufstile zu minimieren. Beim Mittelfußlauf setzt die vollständige Fußsohle auf dem Boden auf. Mit nicht steilem Winkel tippt der Fuß außen über die Ferse und rollt dann ab. Im Vergleich zum Vorfußlauf ist der Mittelfußlauf auf Langstrecken weniger kraftraubend und schont die Achillessehne, der geringere Aufprall ist gegenüber dem Rückfußlauf vorteilhaft für die Gelenke. Mit Verwendung des Mittelfußlaufes werden teilweise die Nachteile beider anderer Laufmethoden wirksam und die Belastung der Fuß-Außenkante ist erhöht.
Die Anwendung zur Herausforderung
In der Regel werdet Ihr, bewusst oder unbewusst, zwischen den verschiedenen Laufarten abwechseln. Wer bergauf läuft, läuft automatisch mehr über den Vorfuß, wer bergab läuft stärker über die Ferse. Bei schnellen Tempointervallen werdet Ihr ebenfalls über den Vorfuß laufen.
Um einer einseitigen Belastung vorzubeugen ist es durchaus sinnvoll, zwischen den verschiedenen Laufarten zu wechseln. Manch Marathonläufer wechselt während des Wettkampfs hin und wieder bewusst den Laufstil, um dadurch die Monotonie des Laufs zu durchbrechen.
Wie Ihr schlussendlich lauft liegt also immer noch an Euch. Die verschiedenen Laufstile sollten euch jedoch einen kleinen Einblick geben. Wer das ganze jetzt mal in der Anwendung testet wird verstehen was gemeint ist. Versucht doch mal euren Laufstil bewusst auf eine andere Art umzustellen um euch von der Bewegung zu überzeugen.

